Einspeisevergütung 2026: Aktuelle Sätze und warum sich schnelles Handeln lohnt
Wer eine Photovoltaikanlage betreibt und überschüssigen Strom ins Netz einspeist, erhält dafür eine gesetzlich garantierte Vergütung. 2026 liegt diese bei 7,78 Cent pro Kilowattstunde für die gängige Teileinspeisung. Doch die feste Vergütung für kleine Anlagen steht vor dem Aus. Dieser Ratgeber zeigt die aktuellen Sätze und erklärt, warum sich der Einstieg jetzt lohnt.
Die aktuellen Sätze 2026
Die Höhe der Einspeisevergütung ist gesetzlich im EEG geregelt und richtet sich nach Anlagengröße und Einspeiseart. Seit dem 1. Februar 2026 gelten für neue Anlagen bis 10 Kilowattpeak diese Sätze:
- Teileinspeisung: 7,78 Cent pro Kilowattstunde. Sie nutzen einen Teil des Stroms selbst und speisen den Rest ein. Das ist der Regelfall für Eigenheime.
- Volleinspeisung: 12,34 Cent pro Kilowattstunde. Der gesamte erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist.
Für größere Anlagen von 10 bis 40 Kilowattpeak liegen die Sätze bei 6,73 Cent (Teileinspeisung) beziehungsweise 10,35 Cent (Volleinspeisung) pro Kilowattstunde.
Der entscheidende Vorteil: 20 Jahre Sicherheit
Der wichtigste Punkt bei der Einspeisevergütung ist ihre Verlässlichkeit. Der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültige Satz wird für 20 Jahre garantiert. Wer seine Anlage 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die aktuellen Konditionen also langfristig, unabhängig davon, wie sich die Sätze für spätere Anlagen entwickeln.
Achtung: Ab August 2026 sinken die Sätze leicht
Die Einspeisevergütung wird regelmäßig angepasst und tendenziell abgesenkt. Von August 2026 bis Januar 2027 reduzieren sich die Sätze für Anlagen bis 10 Kilowattpeak leicht auf 7,71 Cent (Teileinspeisung) und 12,23 Cent (Volleinspeisung) pro Kilowattstunde. Der Unterschied ist gering, zeigt aber die Richtung: Wer früher einsteigt, sichert sich die etwas höheren Konditionen.
Der große Einschnitt kommt 2027
Deutlich wichtiger als die kleinen monatlichen Anpassungen ist eine geplante Reform: Zum 1. Januar 2027 soll die feste Einspeisevergütung für neue kleine Photovoltaikanlagen abgeschafft und durch marktorientierte Modelle ersetzt werden. Was das im Detail bedeutet, ist noch offen, doch die verlässliche, gesetzlich fixierte Vergütung in ihrer heutigen Form könnte damit für Neuanlagen enden. Wer sich die aktuelle Planungssicherheit sichern möchte, hat dafür nur noch ein begrenztes Zeitfenster.
Warum sich der Eigenverbrauch mehr lohnt als die Einspeisung
Eine wichtige Einordnung: Die Einspeisevergütung ist ein netter Zusatzertrag, doch der eigentliche wirtschaftliche Hebel liegt im Eigenverbrauch. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom, der ein Vielfaches der Einspeisevergütung kostet. Eine gut geplante Anlage zielt deshalb auf einen hohen Eigenverbrauch, etwa durch die Kombination mit einem Stromspeicher, einer Wärmepumpe oder dem Laden eines Elektroautos. Die Einspeisevergütung sorgt dann dafür, dass auch der überschüssige Strom nicht ungenutzt bleibt.
Häufige Fragen zur Einspeisevergütung 2026
Bekomme ich die Vergütung automatisch?
Die Anlage muss beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Danach wird die Vergütung über den Netzbetreiber abgerechnet.
Ändert sich mein Satz nach der Inbetriebnahme noch?
Nein. Der bei Inbetriebnahme gültige Satz bleibt für 20 Jahre unverändert. Spätere Absenkungen betreffen nur neue Anlagen.
Lohnt sich Volleinspeisung oder Teileinspeisung?
Für die meisten Eigenheime ist die Teileinspeisung mit hohem Eigenverbrauch wirtschaftlicher, weil selbst genutzter Strom mehr wert ist als die Einspeisevergütung.
Fazit
Die Einspeisevergütung 2026 bietet mit 7,78 Cent pro Kilowattstunde und der 20-jährigen Garantie weiterhin solide Planungssicherheit. Angesichts der leicht sinkenden Sätze und der geplanten Reform 2027 spricht vieles dafür, den Einstieg nicht zu lange aufzuschieben. Wer jetzt plant, sichert sich die heutigen Konditionen und legt den Grundstein für günstigen eigenen Sonnenstrom.
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